Warum ausgerechnet eine Webseite gegen Radwege?

Straßenbegleitende Radwege - oder allgemein Radverkehrsanlagen - machen das Radfahren gefährlich, unbequem und langsam. Kurz: unattraktiv. Radwege sind ein optimales Mittel, um Radverkehr auszurotten.

Wie bitte?

Ein oft genannter Grund, nicht Rad zu fahren, ist, Radfahren zusammen mit Autos sei gefährlich. Autos und Fahrräder zusammen auf der selben Verkehrsfläche kann unmöglich sicher (für den Radfahrer) sein, glaubt man. Daraus folgt die Annahme, um die Sicherheit für den Radfahrer zu erhöhen, muß dieser vom motorisierten Verkehr so gut wie möglich getrennt werden.

Was die Sicherheit für Radfahrer betrifft, ist nichts falscher als genau diese Annahme. Radfahren zusammen mit motorisiertem Verkehr ist problemlos möglich. Benutzen Radfahrer und KFZ-Verkehr die selbe Straße, ist es am sichersten, beide auf der selben Fahrbahn zu führen. Das bestätigen eine große Zahl Alltagsradfahrer und bisher alle Untersuchungen zum Thema Radwegesicherheit.

Warum sind Radwege gefährlicher als die Fahrbahn?

Radverkehrsanlagen sind nicht immer im Sichtbereich der anderen Verkehrsteilnehmer
Radwege werden oft versteckt geführt, hinter parkenden Autos, Hecken, Bushaltestellen. An Kontenpunkten taucht der Radfahrer aus Sicht anderer Verkehrsteilnehmer ''plötzlich aus dem nichts auf''. Fahrzeuge aus Seitenstraßen nehmen Radfahrer auch auf "guten" Radwegen wegen des Sichtdreiecks erst später wahr.
Radverkehrsanlagen sind nicht im Wahrnehmungsbereich der anderen Verkehrsteilnehmer:
Die Aufteilung der Straße in Fahrbahn und Radweg führt dazu, daß der Radverkehr "ausgeblendet" wird, selbst wenn er gut sichtbar einige Dezimeter entfernt auf einem Radstreifen oder Radweg stattfindet. Sichtbar heißt nicht, daß der Radfahrer auch wahrgenommen wird. Die Hauptaufmerksamkeit eines Autofahrers richtet sich nur auf für ihn relevante Bereiche. Radwege und Radstreifen gehören nicht dazu. Hier geht's zum Wahrnehmungstest.
Eine echte Trennung vom Autoverkehr findet nicht statt:
Die Trennung der Verkehrsarten - Ziel der Radwege - endet an jeder Kreuzung, Einmündung, Hofeinfahrt, Fußgängerampel, Bushaltestelle, Autobahnauffahrt. Genau hier passieren wegen oben genannten Punkt schwere Unfälle.
Radwege erhöhen die Gefahr auch auf Straßen ohne Radwege:
Radverkehrsanlagen führen zu Revierdenken. Je mehr Sonderwege es für Radfahrer gibt, umso mehr wird ein Radfahrer auf der Fahrbahn als störender Eindringling empfunden. Radfahrer auf der Fahrbahn werden dann weniger erwartet und nicht mehr so gut akzeptiert.
Radwege sind lediglich Restflächen und für Radverkehr ungeeignet:
Radwege werden als Verkehrsfläche nicht ernst genommen. Sie werden als universelle Ausweichflächen benutzt für alles, was auf der Fahrbahn stören würde: Falschparker, Baustellen, Werbeplakate, um den Gehweg beraubte Fußgänger, Mülltonnen, Verkehrszeichen, Lampenmasten.
Radwege animieren zu gefährlichem Fehlverhalten
Gefährliches Verhalten wird durch Radwege begünstigt oder geradezu erzwungen. Typische unterschätzte Fehler sind Benutzung der falschen Straßenseite, abenteuerliche Linksabbiegemanöver und Benutzung von Gehwegen.
Richtiges Radfahrern wird verlernt
Viele Radfahrer benutzen die Fahrbahn fast gar nicht mehr und weichen auf Gehwege, Nebenstraßen und Fußgängerzonen aus. Völlige Unfähigkeit, sich sicher zusammen mit motorisiertem Verkehr zu bewegen, ist die Folge.
Radwege bauen heißt Fallen stellen:
Radwege vermitteln insbesonde unerfahrenen Radfahrern ein Gefühl der Sicherheit. Ausgerechnet diese besonders schutzbedürftige "Zielgruppe" kennt jedoch die Gefahren auf Radwegen nicht.

CVS-Checkin: $Date: 2007/03/03 21:36:54 $

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Kontakt: Markus Sander
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